Unser Verein

 

Unser im Jahr 1841 in Frohnhausen gegründeter Verein zeigt sich heute mit großer Präsenz als moderner Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in unserem Stadtteil. Dennoch, im Allgemeinen werden Schützenvereine heutzutage häufig ausschließlich mit der gelebten Tradition, trinkfreudigen Schützenfesten, dem Vogelschießen, Phantasieuniformen und militärischen Strukturen verbunden. Redet man dann über das Schießen selber, ist das Vorurteil schnell ausgesprochen, dass Schützen schießwütige Waffennarren wären. Wer uns jedoch kennenlernt und sich näher mit unserem Verein beschäftigt, dem schwinden die Vorurteile sehr schnell, denn...

  • Schütze: Der Begriff kommt nicht von "Schießen" sondern von "beschützen". Dennoch haben die Schützen früher geschossen und schießen auch heute noch, allerdings aus ganz unterschiedlichen Ambitionen.
  • Tradition: Im Mittelalter entwickelten sich die ersten Schützenvereine (der älteste Essener Verein ist von 1390), ein Großteil entwickelte nach den napoleonischen Kriegen Anfang des 19. Jahrhunderts. Schützenvereine leben in der Tradition, das Gemeinwesen im Ort zusammenzuhalten und zu unterstützen und die Bevölkerung vor Angriffen zu beschützen. Hier war das Schießen als Verteidigung gegen Angriffe von außen unerlässlich. Doch Schützenvereine gehören dennoch zu den Organisationen, die dabei geholfen haben, demokratische Strukturen aufzubauen - und das ist bis heute eine der wichtigsten Grundlagen der Schützenvereine. Den Diktatoren in unserem Lande war das ein Dorn im Auge, sowohl im dritten Reich als auch in der DDR. 
  • Kameradschaft: Dieser Begriff mag altbacken und konservativ klingen, doch in Zeiten digitaler Vereinsamung sind Schützenvereine ein moderner Fels in der Brandung. Immer mehr Menschen verlagern ihre sozialen Kontakte in die Social Networks wie Facebook etc.; viele Posts in Gruppen dort zeigen jedoch die immer stärker werdende Verrohung und den Verlust des Respekts gegenüber den Mitmenschen. Wir leben die Kameradschaft im Verein und in unseren Gruppen bzw. Kompanien.
  • Geordnete Strukturen: Aus der Tradition gewachsen tragen wir unsere Schützenuniformen und ja, auch bei uns bilden aus dem Militär entliehene Ränge die Struktur des Vereins ab. Die einheitliche Uniform zeigt die Zusammengehörigkeit, auf die wir wirklich stolz sind. Die unterschiedlichen Pins, Nadeln, Trophäenkennzeichen und Sportabzeichen an der Uniform grenzen sie jedoch von echten Militäruniformen ab. Die Ränge bieten sich einfach hervorragend an, um Verdienste im Vereinsleben abzubilden, sind jedoch kein so hartes Zeichen der Über- und Unterordnung wie beim Militär. Kommandos gibt es auch, diese dienen (vereinfacht gesagt) in der Traditionspflege (z. B. Ausmärsche/Umzüge) dazu, die Menge geordnet in die richtige Richtung zu lenken.
  • Schießwütige Waffennarren?: Waffen heißen bei uns Sportgeräte und sind genauso Mittel zum Zweck wie der Ball bei den Fußballern, der Speer bei den Speerwerfern, der Stab bei den Hochspringern, die Figuren im Schach usw. Natürlich ist uns bewusst, dass unsere Sportgeräte bei unsachgemäßem Gebrauch missbraucht werden können und somit eine Gefahr darstellen können.
    • Der sachgemäße Umgang mit unseren Sportgeräten ist eine Grundvoraussetzung, den Sport überhaupt betreiben zu dürfen. Die Trainer und die Aufsichtspersonen achten grundsätzlich darauf, dass höchste Sicherheit gewährleistet ist
    • Die geordneten Strukturen aus dem Traditionsbereich kommen dem Sport zugute, denn klare Anweisungen am Schießstand beugen Unfällen vor
    • Die Kameradschaft kommt ebenfalls dem Sport zugute, denn wir kennen keinen Erfolgsneid. Jeder ist stolz auf seinen Sportkameraden, wenn dieser hervorragende Ergebnisse erzielt und tröstet, wenn es mal nicht so gut läuft.

Doch warum sollte man überhaupt schießen heutzutage? Der Schießsport ist aus gutem Grunde eine olympische Sportart. Das Ziel zu treffen erfordert höchste Konzentration und die Fähigkeit, im richtigen Moment absolute Ruhe zu bewahren. Ausdauer und Kraft sind ebenfalls mit dem Sport verbunden, denn mit dem bis zu 5 Kilogramm schweren Sportgerät freistehend bei 40 Schuss immer die Mitte treffen zu wollen erlaubt kein Wackeln des Sportgerätes. Dieser Mix mentaler und physischer Anstrengung fördert Geist und Körper.

Viele Jugendpsychologen empfehlen übrigens genau aus diesem Grunde bereits Kindern den Schießsport, denn Kinder werden dadurch ruhiger und konzentrierter, das soziale Verhalten wird gefördert und schulische Leistungen werden i. d. R. besser.

Alles in allem doch ein guter Grund, das Feiern nicht zu vergessen. Schützenfeste sind das gesellschaftliche Highlight und die Schnittstelle zur Bevölkerung, denn unser Schützenfest ist immer auch ein Volksfest mit Kirmes. Weitere Feste über das Jahr hinweg fördern den Zusammenhalt im Verein und mit anderen Vereinen, doch auch hier sind Sie gerne Willkommen. Eine Übersicht über unsere Termine finden Sie im Menüpunkt "Veranstaltungskalender".

Auf unserer Website haben Sie die Möglichkeit, uns näher kennenzulernen. Informieren Sie sich über diesen einzigartigen Mix aus Tradition und Hochleistungssport. Vielleicht können wir auch Sie davon überzeugen, dass das Schützenwesen zu Recht seit dem 11.03.2016 in die Liste des immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört und vielleicht gewinnen ja auch Sie den Spaß am Sport, an der Tradition oder an beidem.

In diesem Menü finden Sie alle Informationen zu unserem Verein selber. Alle Informationen zu den beiden Standbeinen des Vereins Tradition und Sport finden Sie oben in einzelnen Hauptmenüpunkten. Einen besonderen Stellenwert findet dort auch das Königshaus des Vereins, welches sich alle 2 Jahre auf dem jeweiligen Schützenfest neu formiert.