Unsere Dienstgrade

 

Dienstgrade bringt man in den meisten Fällen mit Berufen wie z. B. der Feuerwehr, Fluggesellschaften, der Polizei und natürlich der Bundeswehr in Verbindung. Die Dienstgrade in Schützenvereinen werden dabei i. d. R. dem Militär entliehen. Warum ist das so? Schützenvereine wurden früher im Volk gegründet, um die Dörfer und Ansiedlungen zu beschützen - und das nicht nur vor Überfällen und Angriffen, sondern auch vor der Willkür der Fürsten. Daher sind Schützenvereine von Grund auf eine Standfeste der Demokratie und Freiheit. Effektiv beschützen kann man jedoch nur mit einer organisatorischen Ordnung. Daher lag es nah, Gruppen zu gründen, die wiederum Mitglieder in größeren Gruppen waren, die wiederum das lokale Schützenwesen darstellten. Kürzer formuliert: Schützen wurden Mitglied von Kompanien, Kompanien gehörten Bataillonen an und Bataillonen bildeten den Verein. Um die Ordnung zu halten, war es vonnöten, dass Kompanien und Bataillonen eigene Leiter hatten. Das entspricht ziemlich genau der militärischen Ordnung - was lag also näher, als die Abstufung im Verein nach entsprechenden Dienstgraden zu definieren.

Heute hat sich der Aufgabenbereich der Schützenvereine gewandelt, die Vereine sind heute ein Bestandteil des kulturellen und sozialen Netzwerks innerhalb eines Ortes. Je kleiner der Ort ist, desto größer sind die Vereine im Verhältnis zur Bewohnerzahl - man hört oft als Begründung "Es gibt ja auch sonst nichts". In der Tat ist natürlich das soziale und kulturelle Angebot in der Stadt wesentlich größer und darüber hinaus bevorzugen viele auch die Anonymität, die in kleinen Dörfern fast unmöglich ist.

Dennoch bilden wir als Bürgerschützenverein eine Stütze im kulturellen und sozialen Jahreskalender im Essener Stadtteil Frohnhausen. Von kleinen Aktivitäten wie dem Schutz des Pferdes und des Reiters beim St. Martinszug der Gevinusschule bis hin zum großen und beliebten Volks- und Schützenfest alle 2 Jahre reichen die Aktivitäten, die uns immer wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung rufen.

Neben der Förderung dieses sozialen Netzwerkes berufen wir uns natürlich auch auf die mittlerweile mehr als 175-jährige Tradition unseres Vereins im Stadtteil. Zur Tradition gehört auch das einheitliche Erscheinungsbild unserer Mitglieder, also der bekannten, grünen Schützenuniform. Wer dann auf die Schulter schaut, wird trotz der Einheitlichkeit kleine Unterschiede feststellen, denn die sogenannten Schulterstücke zeigen den Dienstgrad des Trägers im Verein.

Der niedrigste Dienstgrad ist dabei einfach der eines Schützen. Die nachfolgenden Dienstgrade werden durch Beförderungen und Ernennungen auf dem jährlich stattfindendem Ehrungsabend vergeben. Beförderungen sind i. d. R. abhängig von der Zeit der Zugehörigkeit im Verein und von den übernommenen Aufgaben. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. 

Jeder Schützenverein verfügt über eine eigene Beförderungsordnung, die die jeweils im Verein verwendeten Dienstgrade beinhaltet. Die folgende Übersicht zeigt unsere Dienstgrade mit den dazugehörigen Schulterstücken.

 

Mannschaftsgrade

 

Schütze

 

Oberschütze

 

 

Unteroffiziersgrade

Unteroffizier
Feldwebel
Oberfeldwebel
Hauptfeldwebel

  

Offiziersgrade

Vorstandsmitglieder erhalten mit der Übernahme des Amtes die Ernennung mindestens zum Oberleutnant (alle 3. Vorstandsposten) oder zum Hauptmann (die 2. Vorstandsposten). Als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zum Vorstand wird das goldene Schulterstück auf grünem Grund getragen. Die Leiterin der Damenschießgruppe wird mit Übernahme des Postens zum Hauptmann ernannt.

Leutnant    

Oberleutnant

Oberleutnant

im Vorstand

Hauptmann

Hauptmann

im Vorstand

 

Stabsoffiziersgrade

Vorstandsmitglieder im ersten Rang werden mindestens zum Major ernannt. Als äußeres Erkennungsmerkmal des Vorstandsmitglieds wird das goldene Majorsgeflecht auf grünem Grund getragen. Kompanieführer der 1., 4. und 6. Kompanie werden ebenfalls zum Major ernannt. 

 

Major

Major

im Vorstand

Oberstleutnant

Oberstleutnant 

im Vorstand

Oberst    

 

Majestäten 

Mit dem Inthronisierung wird der neue König automatisch zum Major befördert. Als Zeichen seiner amtierenden Regentschaft trägt der König goldenes Majorsgeflecht mit einer Krone auf rotem Untergrund. Wird ein ehemaliger König erneut König, fügt er eine weitere Krone hinzu. Nach der Regentschaft wechselt der Ex-König zum normalen Majorsgeflecht auf grünem Grund. Die Königin wird mit der Inthronisierung zum Hauptmann befördert.

Amtierender König